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Der glorreiche Rosenkranz
1. Geheimnis: Jesus, der von den Toten
auferstanden ist
Halleluja, der Herr ist auferstanden!
Jesus lebt! Er hat die Welt überwunden und den Tod besiegt. Das dunkle
Grab konnte ihn nicht festhalten. Durch sein Leiden, durch seinen Tod
und seine Auferstehung hat er uns erlöst. Er will, daß auch
wir auferstehen von der Sünde. Er will unsere Fesseln, die wir selbst
uns auferlegt haben, zerreißen. Die Fessel des Stolzes, der Eigensucht,
des Hasses. Die Fessel des Neides, des Geizes und der Habsucht. Die Fessel
der Unkeuschheit und der Trägheit. Er will uns befreien von der Last
der Sünde, damit wir hier als freie Kinder Gottes leben und einmal
auferstehen zum ewigen Leben mit Ihm.
Maria, unsere Mutter und Königin, bitte für uns.
2. Geheimnis: Jesus, der in den Himmel
aufgefahren ist
Vor den Augen seiner Jünger fuhr
Jesus zum Himmel auf, so lesen wir es in der Apostelgeschichte. Er war
auf die Erde gekommen, um den Willen des Vaters zu erfüllen und er
war ihm gehorsam bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott auferweckt und
über alle und alles erhoben. Mit seinem verherrlichten Leib kehrt
er zurück zum Vater. Welche Freude im Himmel muß das gewesen
sein. Jesus aber will, daß auch wir einmal dort sind, wo er ist.
Er hat uns den Weg dorthin gezeigt und vorgelebt. Ja, Jesus selber ist
unser Weg zum Vater geworden. So wie er in allem dem Willen des Vaters
gehorsam war, so sollen auch wir nach dem Willen Gottes für unser
eigenes Leben fragen und allein die Ehre Gottes suchen in all unserem
Tun.
Maria, unsere Mutter und Königin, bitte für uns.
3. Geheimnis: Jesus, der uns den Heiligen
Geist gesandt hat
In seiner Abschiedsrede an die Jünger
im Abendmahlssaal verheißt Jesus den Heiligen Geist als Beistand,
der immer bei uns bleiben und alle Wahrheit einführen wird. In der
Apostelgeschichte wird uns berichtet, wie die Apostel zusammen mit Maria
im Abendmahlssaal verharrten und um das Kommen des Heiligen Geistes beteten.
Am Pfingsttag, so können wir dort weiterlesen, kam dann der Heilige
Geist in Form von Feuerzungen auf einen jeden von ihnen herab. Erfüllt
vom Heiligen Geist hatten die Apostel keine Furcht mehr, sie gingen hinaus
und begannen das, was sie mit Jesus erlebt hatten, zu verkünden,
zuerst in Jerusalem und später in den verschiedensten Dörfern,
Städten und Ländern der Erde. Auch uns ist von Christus der
Heilige Geist geschenkt durch die Sakramente der Kirche. Die Taufe und
besonders die Firmung sind geradezu auf den Heiligen Geist hingeordnet,
der auch uns in die Welt sendet als Zeugen Jesu Christi und seines Evangeliums.
Wir sollen dort Zeugnis geben, wo wir hingestellt sind: in der Familie,
in der Schule, im Freundes- und Bekanntenkreis, im Berufsleben.
Maria, unsere Mutter und Königin, bitte für uns.
4. Geheimnis: Jesus, der Dich, o Jungfrau,
in den Himmel aufgenommen hat.
Die Kirche lehrt uns, daß die heilige
Jungfrau Maria nach der Vollendung ihres irdischen Lebenslaufes mit Leib
und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen worden ist. Dem reinsten
Leib Mariens, der gewürdigt worden war, den Gottmenschen Jesus Christus
zu tragen und zu nähren, sollte nicht das Los der Verwesung treffen.
Maria ist ihrem Sohn ähnlich geworden im Erdenleben. Jetzt ist sie
- als erste - ihm ähnlich geworden in der ewigen Herrlichkeit. Wie
groß mußte die Freude bei ihrer Aufnahme in den Himmel sein!
und welche Hoffnung leuchtet auf für uns, weil wir auch berufen sind,
einmal mit Leib und Seele an der Freude Gottes teilzuhaben. Am jüngsten
Tag wird Gott unsere Seele mit unserem verklärten Leib wieder vereinen
und uns endgültig unvergängliches Leben geben. Bemühen
wir uns wie Maria, schon auf Erden Gott mit unserem Leib zu dienen und
ihn mit unserem Leib zu verherlichen, damit wir zum Leben und nicht zum
Gericht auferstehen.
Maria, unsere Mutter und Königin, bitte für uns.
5. Geheimnis: Jesus, der Dich, o Jungfrau,
im Himmel gekrönt hat
Jesus hat seine Mutter im Himmel gekrönt,
Maria ist Königin. Sie nimmt in einzigartiger Weise teil am Königtum
ihres göttlichen Sohnes, an seiner Herrlichkeit und Macht und an
allem, was die Königsherrschaft Christi umfaßt. Maria blieb
Jesus von seiner Geburt bis zum Tod am Kreuz engstens verbunden durch
ihre Demut, ihre Liebe, ihren Gehorsam und durch ihre Treue. Im Magnifikat
preist sie Gott für sein erhebendes Wirken, der die Mächtigen
vom Thron stürzt, doch die Niedrigen erhebt. Seit unserer Taufe hat
Christus auch uns Anteil an seiner königlichen Würde geschenkt
und einen Platz in seiner Herrlichkeit bereitet. Um ihn zu erlangen, müssen
wir den Weg Mariens, den Weg der Demut und der Liebe, den Weg des Gehorsams
gegenüber dem Willen Gottes gehen und dies in Treue und Beharrlichkeit
unser ganzes Leben lang. Maria aber ist nicht nur mächtige Königin,
sie ist auch unsere Mutter, die uns auf diesem Weg helfen, begleiten und
führen will.
Maria, unsere Mutter und Königin, bitte für uns.
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