|
|
Der
freudenreiche Rosenkranz
1. Geheimnis: Jesus, den Du, o Jungfrau,
vom Heiligen Geist empfangen hast
Lk 1, 34f:
Maria sagte zu dem
Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete
ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten
wir dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn
Gottes genannt werden.
Durch das Wirken des Heiligen Geistes empfängt Maria Jesus.
Als vorbildliche Mutter trägt die dazu bei, daß das Leben ihres
Kindes sich in jeder Hinsicht entfalten kann. In der Taufe wurde uns durch
denselben Heiligen Geist ein übernatürliches Leben geschenkt:
Wir wurden Kinder Gottes, aus Gott geboren (vgl. Joh 1, 13). Maria, in
der Ordnung der Gnade unsere Mutter (vgl. II. Vatikan. Konzil, Kirche),
will durch ihre Fürbitte beitragen, daß das uns in der Taufe
geschenkte Leben sich entfalte.
Bitten wir Maria, daß das Gnadenleben,
das Leben der Gemeinschaft mit Gott und Jesus, sich durch das Hören
auf Gottes Wort, das Gebet, die Miteifer der Eucharistie und das Handeln
nach Gottes Wort in uns entfalte.
Daß unser Gnadenleben nicht beeinträchtigt oder gefährdet
durch die Sünde werde.
2. Geheimnis: Jesus, den Du, o Jungfrau,
zu Elisabeth getragen hast
Lk 1, 41b - 45:
Da wurde Elisabeth
vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist
du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.
Wer bin ich, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick,
als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude
in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, daß sich erfüllt,
was der Herr ihr sagen ließ.
Am Anfang der Geschichte Gottes mit dem Volk Israel steht die Berufung
und der Glaube Abrahams. Am Beginn des endgültigen Heilshandelns
Gottes, des Neuen Bundes, steht die Berufung un der Glaube Mariens. Dadurch
wird Maria die Mutter des Messias und so die gesegnetste aller Frauen.
Bitten wir um einen Glauben, ähnlich
dem Glauben Mariens, einen Glauben, der auf das Wirken Gottes in dieser
Welt und im Leben des einzelnen Menschen vertraut.
Bitten wir für die Eltern, die ein Kind erwarten.
3. Geheimnis: Jesus, den Du, o Jungfrau,
geboren hast
Lk 2, 10f:
Der Engel aber sagte
zu den Hirten: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine
große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist
euch in der Stadt Davids der Retter geboren: er ist der Messias, der Herr.
Die Freude der Christen soll nicht auf Weihnachten beschränkt sein;
die Frohe Botschaft gilt für jeden Tag: Christus, der Retter, ist
da. Er hat unserem Leben Sinn und Ziel gebracht; er überwindet für
uns Sünde und Tod. Paulus hat uns wichtige Weisungen für diese
Freude gegeben: Freut euch im Herrn zu jeder
Zeit
Der Herr ist nahe. Sorgt euch um nichts, sondern bringt in
jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott.
(Phil 4, 4ff)
Bitten wir um Freude am Wort Gottes, am Gottesdienst,
am Gebet.
Die Armut Jesu bei seiner Geburt und in seinem Leben soll uns zu
Bescheidenheit in unserer Lebensführung aufrufen, besonders im Hinblick
auf die Not der anderen.
4. Geheimnis: Jesus, den Du, o Jungfrau,
im Tempel aufgeopfert hast
Lk 2, 22f:
Sie brachten das
Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen.
"Für sein ganzes Leben sei er dem Herrn geweiht." In dieser
Gesinnung bringen Maria und Josef das Kind im Tempel dar: Jesus soll ja
einmal der Erfüller allen priesterlichen Dienstes sein; er ist der
Mittler zwischen Gott und den Menschen. Durch Taufe und Firmung mit Jesus
verbunden, haben wir Anteil an seinem Priestertum: Auch wir sollen Menschen
zu Jesus, zu Gott hinführen. Eine wichtige Aufgabe, denn an Jesus
entscheidet sich das ewige Schicksal der Menschen.
Fragen wir uns, für welche Menschen
wir besonders beten sollen und was wir für sie tun können.
Beten wir Priester, Diakone, Ordensleute und alle, die einen besonderen
Verkündigungsauftrag haben.
5. Geheimnis: Jesus, den Du, o Jungfrau,
im Tempel wiedergefunden hast
Lk 2, 48f:
Als seine Eltern
ihn sahen, waren sie sehr betroffen, und seine Mutter sagte zu ihm: Kind,
wie konntest du uns das antun? Dein Vater und ich haben dich voll Angst
gesucht! Da sagte er zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wußtet
ihr nicht, daß ich in dem sein muß, was meinem Vater gehört?
"In dem sein, was meinem Vater gehört" bedeutet hier: mit
ganzer Hingabe und Ausschließlichkeit für das Wort und den
Willen des himmlischen Vaters dazusein. Gerade das ist ja charakteristisch
für Jesu späteres Verhalten und seine ständige Forderung.
"Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden." Fragen auch
wir immer wieder nach dem Willen Gottes und trachten wir ihn zu erfüllen.
Dies sei der Ausdruck unserer Liebe zu Gott.
Fragen wir nach dem Willen Gottes und versuchen
wir, danach zu handeln.
Beten wir für die Familien.
|
|